in 10 Schritten

Wie Gerste flüssig wird...
Das Brauhaus ist offen und frei begehbar. Wir haben es so gebaut, dass man auch etwas sieht. Lernen Sie deshalb dem Bierweg wie Bier entsteht. Wie aus Gerste Malzschrot wird. Was es mit dem Wasser auf sich hat. Vom Maischen, Läutern und Kochen. Von der Heilpflanze Hopfen. Wie Hefe gärt und warum unfiltrierte Biere besser schmecken
Schrifttafeln, Bilder und der Blick in die Kelller erläutern die Bierherstellung. Im Schalander finden Sie die Zusammenfassung . Zum Bierweg gibt es sogar ein Buch (Shop) «Warum Gerste flüssig wird» M. Wartmann, 2003, 100 Seiten Cart.
Im Schalander hängen die 10 Schritte zum guten Bier
1. MalzMalz sind gekeimte und getrocknete Gersten- oder Weizenkörner. Beim Mälzen wird Getreide zum Keimen gebracht. Auf diese Weise wird die Stärke wasserlöslich. Gleichzeitig entstehen Enzyme, die beim Maischprozess im Sudhaus die Stärke in Zucker verwandeln. |
VIELFALT. Es gibt verschiedene Malzsorten aus verschiedenenen Getreiden. |
2. Malz schrotenIn der Schrotmühle werden die vom Mälzen mürben Malzkörner so zerkleinert, dass die Spelzen möglichst ganz bleiben. Die exakt abgewogene Malzschrot-Mischung fällt in den Schrotrumpf. |
SCHROTEN. Zuerst muss das Malz in der Schrotmühle zerkleinert werden. |
3. WasserWasser ist die Basis des Bieres. Deswegen ist gutes Brauwasser frisch, rein und arm an Kalk. Unser BRAUHAUS-Wasser stammt aus dem unterirdischen Thur-See. Je nach Bierstil beeinflussen wir den Kalkgehalt des Wassers. |
WASSER. Die mineralische Zusammensetzung des Wassers ist von grosser Bedeutung. |
4. HopfenNeben Wasser und Malz lässt das Reinheitsgebot aus dem Jahr 1516 nur noch Hopfen als dritten Rohstoff zur Bierherstellung zu. Die Bitter- und Aromastoffe der unbefruchteten weiblichen Hopfenblüte beeinflussen ganz entscheidend Geschmack, Schaum, Glanz und Geruch des Bieres. |
HOPFEN. Die Hopfenanlage in der Kartause Ittingen oberhalb von Frauenfeld. |
5. BrauenDas Sudwerk ist das Herz der Brauerei. Hier entsteht aus Wasser, Malzschrot und Hopfen die Würze. Und das wichtigste dabei: Durch Malzmischung, Wasserhärte, Hopfensorten und Rezept bestimmt der Braumeister im Sudwerk, wie das zukünftige Bier schmecken wird. |
BRAUTECHNIK. Das Sudwerk ist ein gleichsam ästhetisches wie technisches Präzisionsgerät. |
5a. MaischenIn der beheizten Pfanne wird Malzschrot mit warmem Wasser angerührt eben «eingemaischt». Die Maische wird auf verschiedene Temperaturen zwischen 50 und 75 Grad erwärmt. Bei diesen Temperaturen verwandeln Enzyme Malzstärke in Malzzucker. |
JODPROBE. Mit der Jodprobe wird kontrolliert, wieviel Stärke noch nicht verzuckert ist. |
5b. LäuternIm Läuterbottich werden die Spelzen der Körner von der flüssigen Würze getrennt, indem sie ein Siebboden zurückhält. Die ausgewaschenen Spelzen, die man Treber nennt, werden zumeist als Viehfutter weiterverwendet. |
EINBLICKE. Im Läuterbottich werden die Spelzen aus der Würze entfernt. |
5c. KochenWährend anderthalb Stunden wird die Würze in der Pfanne gekocht. Beim selben Arbeitsvorgang wird zudem mit Hopfen gewürzt. Über die Menge des verdampfenden Wassers bestimmt der Braumeister den Extraktgehalt des Bieres, die sogenannte Stammwürze. |
WÜRZEKOCHEN. Hopfenaromen werden in die Würze überführt und Eiweissstoffe ausgeschieden. |
6. HefeDer Hefe-Pilz, der sich durch Sprossbildung vermehrt, spaltet bei der Gärung den Malzzucker der Würze in Alkohol und Kohlensäuregas. |
HEFE. Die warmvergärende Bierhefe – «obergärig» – arbeitet erst bei Temperaturen ab 10 bis 20 Grad Celsius. |
7. GärenIm Gärbottich vergärt die Hefe den Malzzucker der Würze zu Alkohol und Kohlensäuregas. Die Gärung dauert, je nach Temperatur und Hefeart, zwischen drei Tagen und einer Woche. Die Hefe wird nach der Gärung geerntet. Einen Teil davon Verwenden wir für den nächsten Sud. |
KRÄUSE. Hefe vergärt Malzzucker in Alkohol und Kohlensäure. Die Kräuse zeigt das Gärstadium. |
8. ReifenBei 0 Grad und unter leichtem Druck reift das Bier in geschlossenen Tanks mehrere Wochen aus. Dabei klärt es sich und reichert sich mit eigenem Kohlensäuregas an. |
SPUNDAPPARAT. Der Druck kann am Spundapparat abgelesen werden. |